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Kurtzbeschreibung der Hundekrankh.
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Wir über uns
Unsere Namen sind Petra- und Klaus Kaiser. Inzwischen haben wir das 50-zigste Lebensjahr überschritten.
Wir wohnen in einem Einfamilienhaus, etwas außerhalb der Kleinstadt Calbe (Saale). Das befindet sich im Salzlandkreis in Sachsen- Anhalt. Ich denke, wir sind ganz normale Leute. Leute die ein normales ehrliches Leben führen.
Meinen ersten Hund hatte ich etwa im Alter von 11 Jahren. Der Hund war ein Schäferhundmischling. Ich hatte ihn von einem Bauern aus unserem Dorf gekauft. Besser gesagt, von der Bäuerin. Bevor ich ihn bekam, wollte sie natürlich wissen zu welcher Familie ich gehöre. Da sie offenbar meine Oma sehr gut kannte und meine Oma auch mit den Kauf einverstanden gewesen ist, konnte ich schließlich den etwa 4 Monate alten Hund mitnehmen. Ich bezahlte 20,- DDR-Mark dafür. Einen Kaufvertrag gab es natürlich nicht. Die Mutter meines Hundes kannte ich sehr gut. Ich wußte, dass sie immer wenn sie heiß war, ihre eigenen Wege gegangen ist. Nicht selten ist sie aber auch so, also aus Abenteuerlust oder aus Langeweile vom Bauernhof abgehaun. Manchmal lief sie über die Elbwiesen. Ein Freund von mir und ich folgten der Hündin. Manchmal folgte sie auch uns aber nur wenn es ihr genehm gewesen ist.
Sie war eine schwarze reinrassige Deutsche Schäferhündin. Wenn sie heiß war trieben sich sehr oft 10 bis 20 Rüden um sie herum. Der stärkste Rüde setzte sich schließlich durch. Allerdings erst, nachdem er die anderen Rüden auch gezeigt hatte, dass er der stärkste Rüde war. Einige Hunde hatten blutende Wunden. Darum kümmerte sich damals ( 60 ziger Jahre) niemand. Für uns Kinder war die Sache aber sehr interessant.
Von dieser Hündin hatte ich nun einen Welpen. Ich nannte ihn Barry. Er war ein top-gesunder robuster Hund. Intelligent war er auch. Ich bin mit ihm zum Hundeplatz gegangen. Die sagten aber zu mir, dass sie keine Kinder aufnehmen. Der Hund sei auch noch zu jung. Erst wenn er ein Jahr alt ist, beginnt das Training.
Es blieb mir also nichts anderes übrig, als aus Entfernung zu zusehen. Alles was ich sah, machte ich mit meinem Hund nach.
Auch mit einem Kumpel Schutzdienst. Der wickelte sich einige alte Lederhosen um den Arm. Mein Hund hatte sofort angebissen. Der Kumpel hat aber nur einmal den Schutzdiensthelfer gespielt. Es hat wohl doch wehgetan.
Der Bäcker in unserem Dorf hatte einen Boxer. Er hatte sein ganzes Leben lang, jedenfalls so lange ich ihn kannte, Boxer.
Die waren damals noch kupiert, hatten im Vergleich zu heute, sehr wenig oder gar kein weiß und immer eine schwarze Maske. Obwohl ich fast alle Hunde im Dorf kannte und fast jeden furchtlos anfaßte, hatte ich vor den Boxern des Bäckers Respekt. Ich weiß noch, dass ich die Boxer damals Boxerhund nannte.
Nach einigen Jahren ohne Hund, hatte ich Anfang der 80 - ziger Jahre wieder eine Schäferhündin. Sie hieß Frigga vom Kalifels.Inzwischen war ich Familienvater. Ich fuhr wieder zum Hundeplatz Und bildete die Hündin aus.
Danach hatte ich noch drei Schäferhundrüden. Ihre Namen waren Ado, Aldo und Bero. Auch diese Hunde habe ich ausgebildet. Leider ist uns Ado im Alter von 10 Monaten weggestorben. Ich hatte ihn impfen lassen und einige Stunden danach hatte er Blutdurchfall. Er starb sehr schnell. Der Tierarzt konnte ihn nicht helfen. Natürlich gab man nicht zu, dass es an dem Impfstoff gelegen haben könnte. Offiziell hieß es, er sei an Parvovirus gestorben.Unsre anderen Schäferhunde wurden sehr alt. An dieser Stelle muss angeführt werden, dass wir im Hundesport auch Leute kennengelernt haben, die ihre Hunde sehr brutal, regelrecht primitiv behandelt haben. Das war in den 80 ziger Jahren und auch in der heutigen Zeit. Im Ost und auch im Westen haben wir diese Menschen gesehen. Wir haben unsere Hunde immer als Freunde und Partner behandelt. Leid haben wir ihnen niemals zugefügt. Wir angagieren uns schließlich auch im Tierschutz. Die Einhaltung der tierschutzrechtlichen Bestimmungen ist uns sehr wichtig.
Boxer haben wir seit etwa 10 Jahren. Unerer erster Boxer war Einstein. Leider ist er im Alter von 10 Jahren gestorben.
Er war ein toller " Charakterhund". Wir müssen ehrlich sagen, dass er uns vom ersten Tag an, als er bei uns einzog, unglaublich beeindruckt hat. Zwar hatten wir bereits Boxer bei anderen Hundefreunden kennengelernt aber, dass es bei einem Boxer so gravierend im positiven Sinne sein kann, muss man wohl erst selbst erlebt haben.
Wir kauften unseren zweiten Boxer bei einem Züchter in Thüringen. Die Hündin hat den Namen Hexe vom Wiebachtal.
Der Züchter war Mitglied im Deutschen Rassehundeclub - DRC-Soltau. Zu diesem Zeitpunkt wußten wir nicht, dass der große Deutsche Hundeverband, der sich doch tatsächlich als Interessenvertreter für alle Hundehalter in Deutschland versteht, Rassehunde nicht anerkennt, wenn sie nicht " im VDH gefallen sind".
Wir nahmen Kontakt mit dem BK-München auf. Mit einem Zuchtrichter vereinbarten wir einen Termin, denn wie man uns sagte, muss der Hund phänotipisch geprüft werden. Der Zuchtrichter hat sich schließlich unsere Hündin angesehen. Sein Urteil war, " die Hündin ist sehr gut vom Formwert her und ein ausgeglichenes freundliches Wesen hat sie auch".
Jedenfalls gab er an, dass wir im Boxerklub willkommen sind und dass er kein Problem sieht mit der Zuchterlaubnis für - Hexe vom Wiebachtal-. Einige Wochen später führte ich ein Gespräch mit dem Zuchtleiter des Boxerklub. Er sagte, dass es keine Zuchterlaubnis geben wird. Ich fragte warum? Er sagte, dass man nicht wissen würde, ob sie Krankheiten verbreiten würde. Ich sagte, dass fast alle Vorfahren von ihr BK Hunde sind. Er sagte, dass würde keine Rolle spielen.
Ich fragte noch, wie es sich verhalten würde, wenn sie ein Jahrhundertboxer ist und die besten Gesundheitsbefunde hätte, die ein Boxer nur haben kann? Darauf antwortete er, dass dies auch nichts ändern würde.
Wir waren ehrlich gesagt sehr enttäuscht und fragten uns schon, was das alles soll.
Wir wollten es wissen und wir hatten uns nun mal vorgenommen zu züchten. Dazu braucht kein Mensch einen BK-München. Da wir unseren Einstein hatten,war er der Vater unserer ersten Welpen. Wieviel es waren? Genau 12 Welpen. Alle waren top gesund und haben sich prächtig entwickelt. Wir verkauften sie sehr schnell in der achten und neunten Woche, natürlich geimpft, entwurmt, tierärztlich untersucht.
Da Hexe einen Ahnentafel vom Deutschen Rassehundeclub hatte, wurden wir dort auch Mitglied.
Wir fuhren zu unserer ersten Hundeausstellung, ließen die Zuchtuntersuchungen durchführen und legten mit ihr die Zuchttauglichkeitsprüfung im DRC ab.
Im Internet und aus Büchern versuchten wir soviel wie möglich über die Hundezucht und den Boxer zu erfahren.
Es war nicht einfach danach einen guten Rüden zu finden. Zwar wußten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht so viel aber es war uns schon bekannt auf was wir achten mußten. Schon zu diesem Zeitpunkt war uns klar, dass die Rasse Deutscher Boxer, nicht unwesentlich mit Erbkrankheiten und Inzuchtdepression belastet ist. Dazu muss man wissen, dass der Boxer, wie andere Rassehunde auch, hauptsächlich in Linieninzucht, sogar in Inzest gezüchtet wurde. Besonders beliebt waren diese Zuchtarten in den VDH-Boxerclubs. Gezüchtet wurde und wird mit diesen Zuchtarten, um auf Schönheit zu züchten. Nur wer einen Champ hat wird berühmt! Manchmal aber auch, um bestimmte Leistungsmerkmale, die im Hundesport wichtig sind, zu festigen. Uns war durchaus bereits zu diesem Zeitpunkt klar, dass die Rasse durch Inzucht nicht unwesentlich geschwächt sein muss, um es sachlich auszudrücken.
Für uns war klar und davon sind wir zu keinem Zeitpunkt abgewichen, dass wir nur in Fremdzucht, Inzuchtfrei bis mindestens zur 5. Generation/ 5. Verwandtschaftsgrad, züchten werden. Dann kam dazu, dass die Boxer die verpaart werden auch nachweisbar top-gesund sein müssen. Die dementsprechenden Befunde müssen also vorliegen.
Der Rüde muss sozialverträglich, ausgeglichen, einfach nervenstark sein und in keiner Weise aggressiv.
Schönheit hat nicht den geringsten Gesundheitswert und für uns den geringsten Zuchtwert. Außerdem war uns bereits bekannt, dass so mancher Champ. unter den Boxern, besser niemals in die Zucht gelangen sollte.
Wir fanden schließlich einen Rüden. Es war Henning vom Diezer Schloß. Für alle die es noch nicht wissen sollten, es entspricht nicht der Wahrheit, dass der Rüde im BK die ZTP nicht bestanden hat. Ich möchte dies hier nur erwähnen, weil man später soetwas behauptet hat, um uns zu schaden. Damals war noch nichts über die Cox 2 Mutation/JRD beim Boxer bekannt. Wir haben aber schon darauf geachtet, dass die Rüden gesunde Nachkommen hatten. Uns war nichts negatives bekannt.
Hexe bekam 8 gesunde Welpen. Im B-Wurf, Vater war Orlow vom Elsavatal, hatte sie 7 gesunde Welpen.
Fehler oder sonstige Schwierigkeiten und Krankheiten traten bei keinem Wurf von unserer Hexe vom Wiebachtal auf.
In dieser Zeit hatten wir mehrmals telefonischen und sonstigen Kontakt mit Mitgliedern des Internationalen Boxerclub e.V. - IBC-. Es wurde über das Thema Mitgliedschaft und Zucht mit unserer Hexe vom Wiebachtal im IBC diskutiert und später verhandelt. Jedenfalls sicherte man uns zu, dass wir Mitglied werden könnten und wenn Hexe die Zuchtvorausetzungen nach der IBC- Zuchtordnung erfüllt, auch die Zucht möglich ist. Alles sollte dabei fair sein. Keine Diskriminierung. Hexe sollte genauso aufgenommen werden, wie die Boxer des IBC 1985, als der IBC in den VDH eintrat. Später sagte man uns, dass es mit dem Zuchtbuch nicht geht. Unseren Zwingernamen - Vom Land Gottesgnaden- konnten wir nicht behalten. Deshalb haben wir ihn in - Von Gratia Dei- geändert. Das ist der gleiche Name, nur auf latainisch. Auf den Ahnentafeln müsste man eine Register-Zuchtbuchnr. schreiben. Dies hätte aber sonst keine weiteren Auswirkungen. Alle Ahnen würde man auch in die Register-Ahnentafel schreiben und die Welpen würden in das Register II kommen ( zweite Generation).. Wir waren jetzt ein Jahr im IBC. Mit Hexe hatten wir die HD, Herz und Spondylose-Untersuchung wiederholt. Mit einem Wohnmobil sind wir nach Düsseldorf- Erkrath gefahren, um dort die Ausdauerprüfung mit Hexe abzulegen. Das alles war kein Problem. Auch die spätere Zuchttauglichkeitsprüfung nicht.
Wieder suchten wir nach einen Rüden. Jetzt hatten wir eine größere Auswahl? Nein, nach unseren Zuchtvorstellungen nicht. Aber wir fanden einen. Er hatte die besten Gesundheitsbefunde ( alles 0), war in Fremdzucht gezüchtet, hatte gesunde langlebige Vorfahren, seine Nachkommen hatten die besten Gesundheitsbefunde im IBC, er war wesens-nervenstark und er sah aus wie ein Boxer. Deshalb wählten wir Fürst Taro de Chateau blanc!
Hexe bekam am 17.07.2007 neun gesunde Welpen. Auch dieser Wurf war vollkommen fehlerfrei. Die Welpen entwickelten sich gut und es gab keine Probleme.
Allerdings hatten wir seit dem Tag als wir in Düsseldorf- Erkrath, also seit 2006, nicht nur Freunde im IBC. Ich hatte dort bereits mitbekommen, dass uns einige IBC-Mitglieder freundlich neutral behandelten, andere aber starrten unsere Hexe mit starren, kalten Blick an. Sie beobachteten uns und unsere Hündin sehr genau, als suchte man nach etwas. Wir versuchten es zu ignorieren. Zu alle dem bekam unsere Hündin auch noch eine sehr gute Formwert- und Wesensbeurteilung von den Zuchtrichtern. Man glaubt es kaum aber unsere Hexe hatte im Alter von vier Jahren alle Zuchtvoraussetzungen erfüllt und sie hatte am 17.07.2007 einen fehlerfreien top-gesunden Wurf. Bereits drei Tage nach dem sie die Welpen bekommen hatte, kam die Zuchtrichterin und kontrollierte Wurf und Mutterhündin. Alles war in Ordnung. Auch bei der Aufzucht gab es keine Probleme. Bei zwei Rüden verzögerte sich etwas der Hodenabstieg. Sie brauchten nur etwas mehr Zeit. Auch diese Rüden wurden-Fehlerfrei - abgenommen. Zu dieser Zeit war die Lage allerdings bereits sehr angespannt. Im IBC hatten bereits einige, die von uns nur wußten, dass " Hexe nicht im VDH gefallen war", also eine DRC-Ahnentafel hatte, uns aber nicht persönlich kannten, gegen uns integriert. Man versuchte schon so einiges um uns negatives nachzusagen. Dazu kam, dass die Erkrankung JRD in einem der IBC-Würfe auftrat. Die Welpen waren bereits abgenommen, für gesund befunden und verkauft. Nach etwa 12 Monaten sollen die Welpen gestorben sein. Es wurde über die Krankheit JRD diskutiert. Es war die Rede von " schwarzen Listen" auf denen sogenannte Top-Rüden standen, welche möglicherweise JRD vererben. Später bestätigte sich offenbar einiges davon. Mancher dieser Champion hatte über 1000 Nachkommen. Auf jeden Fall wurde bekannt, dass die Krankhait sich durch sehr viele Blutlinien zieht.
Auf jeden Fall verkaufte sich unser gesunder Wurf von neun Welpen sehr schlecht. Die Welpen hatten Register-Ahnentafeln auch diese Tatsache war offenbar ein Grund dafür, dass sich die Welpen schlecht verkaufen ließen. Dazu muss man wissen, dass man im Boxerklub München mit seinen Vereinsordnungen, sehr genau dafür gesorgt hat, dass man dort mit einem Registerhund nichts anfangen kann. Man kann ihn zwar ausstellen und im eigenen Ortsclub eine Leistungsprüfung ablegen aber mehr nicht! Eine Qualifizierung zu Leistungsprüfungen, eine Ausdauer oder Zuchtprüfung ist ausgeschlossen. Warum das so ist? Man will damit erreichen, dass Boxerfreunde den nächsten Hund von einem ihrer Züchter kaufen und auf keinen Fall bei einem Züchter eines Zuchtvereins den sie als Dissidenz bezeichnen. ( Alle Zuchtvereine die nicht Mitglied im VDH sind, werden als Dissidenzvereine von der VDH- Seite bezeichnet.) Ja das ist knallharter Wettbewerb. Vielleicht auch mit unlauteren Mitteln. Darüber haben aber die Juristen, die Gerichte und das Bundeskartellamt zu entscheiden.
Tatsache ist, für alle die es noch nicht wissen und die auch jetzt noch auf die naiven Geschichten und Verleumdungen hereinfallen, dass es in einer Demokratie erwünscht ist, dass sich Vereine gründen. Diese Vereine sind rechtlich anerkannt. Die Ahnentafeln sind rechtlich anerkannt und die Zucht in diesen Vereinen. Eine VDH- Ahnentafel ist nicht " anerkannter". Erkennt etwa der Fussballclub Bayern München den HSV nicht an?
Menschliche Befindlichkeiten, Eitelkeit, Neid und Machtmissbrauch, haben in der Rassehundezucht eigentlich keinen Platz. Es soll doch um die Hunde gehen, um die Zucht von gesunden Boxern. Wie kann man zum Beispiel den " Dortmunder Appell" - für eine Wende in der Rassehundezucht- unterstützen und zuchtwertvolle Hunde, die alle Voraussetzungen erfüllen, aus der Zucht ausschließen, nur weil sie nicht im VDH " gefallen sind". Wer für genetische Vielfalt und inzuchtfreie Zucht ist, für den sollte es bedeutungslos sein, in welchem Zuchtbuch ein Hund steht und welche Logos sich auf der Ahnentafel befinden. Es sollte nur um den Hund gehen und sonst gar nichts. Übrigens geht man im Ausland ganz anders damit um. Die Zuchtvereine sind in fast allen Ländern dieser Welt Dienstleister für die Züchter. Sie tragen die Welpen in die Zuchtbücher ein und stellen Ahnentafeln aus. Zuchtregeln werden den Züchtern durch die Vereine nicht auferlegt. Es gibt gar keine Zuchtordnungen! Rechtlich ist nur der Züchter für seine Hunde und Welpen verantwortlich. Der Züchter, so ist es natürlich auch in Deutschland, kann für seine Handlungen haftbar gemacht werden, nicht die Vereine. Garantie und Gewährleistung obliegt den Züchtern und nicht den Vereinen in denen sie Mitglied sind. Das ist natürlich logisch aber es gibt schon Leute, denen diese Dinge nicht bekannt sind.
Wir sind auch davon überzeugt, dass es immer auf den Züchter ankommt, er trägt die Verantwortung. Nur der Züchter kann wirklich etwas für die Hunderasse tun, die er züchtet. All die Zuchtregeln der Vereine, was haben sie schon positives bewirkt? Eigentlich gar nichts. Deshalb ist es auch ein Irrtum zu glauben, dass nur weil ein Züchter in einem bestimmten Verein ist, die Hunde gesund und schön sind. Es kommt immer auf den einzelnen Züchter an, wie er züchtet und welche Verantwortung er dabei für sich übernimmt.
Es ist uns schließlich doch gelungen die Welpen gut zu verkaufen. Zwei Welpen aus diesem Wurf haben wir behalten. Es handelt sich um Arabella und Amadeus von Gratia Dei.Später stellte sich für uns heraus, dass es sehr klug war beide zu behalten. Sie sind nicht nur tolle erstklassige Boxer, sie haben auch die besten Gesundheitsbefunde ( alles 0).
Die Lage im IBC spitzte sich im Jahr 2008 weiter zu. Eine Züchterin, die eine Hündin aus unserem A-Wurf im DRC besitzte, war ebenfalls in den IBC eingetreten. Auch diese Hündin erfüllte alle Zuchtvoraussetzungen mit guten Gesundheitsbefunden, sehr gutem Formwert und Wesen. Die Züchterin entschloß sich mit der Hündin zu züchten. Sie suchte sich einen Rüden von einem Mitglied des BK-München aus.
Sie hatte einen gesunden fehlerfreien Wurf. Dazu muss man sagen, dass fehlerfreie Würfe nicht selbstverständlich sind. In den meisten Würfen sind Fehler oder nicht lebensfähige Welpen, Wolfsrachen, Hasenscharten und viele andere Dinge können vorkommen und es kommt vieles vor! Wer die Zuchtbücher kennt, der weiß es. Er sollte aber auch wissen, dass Fremdzucht und genetische Vielfalt dafür sorgen kann, dass die Boxer gesünder, robuster werden und einfach länger leben.
Auf jeden Fall hatte ein Funktionär des BK-München davon Kenntnis erhalten, dass im IBC mit " Registerhunden" gezüchtet wird. Er empörte sich und beschwerte sich.
Für uns wurde die Lage noch schwerer. Man wollte jetzt die Ahnen der Mutterhündinnen ( da sie nicht im VDH gefallen sind) löschen. Natürlich haben wir uns gewehrt.
Da eine Klärung bis 2010 nicht möglich war und wir eine weitere Zucht mit unserer Hündin im IBC unter diesen Voraussetzungen ausgeschlossen haben, sind wir schließlich ausgetreten.
Ich bin jetzt Mitglied im Rassehundezuchtverband Deutschland/ United kennel Clubs International. Ich habe diesen Verband gewählt, weil er wirklich International tätig ist und zahlreiche Mitgliedsverbände in Europa, den USA, Kanada u.s.w. hat. Sowohl der Rassehundezuchtverband, als auch die United kennel Clubs International haben außerdem einen sehr guten Ruf im In - und Ausland. Sie sind zwar nicht so groß wie zum Beispiel die FCI aber sie werden von zahlreichen Kennelclubs weltweit anerkannt. ( Es sind mehr als man glaubt.)
Seit 2007 hatten wir keinen Wurf mehr. Das hat mehrere Gründe. Der Hauptgrund aber ist, dass wir sehr konsequent auf die Gesundheit der Boxer züchten. Ich habe es schon erwähnt. Unter diesen Zuchtvoraussetzungen finden wir aber keinen Boxerrüden. Jedenfalls bisher nicht. Unter allen Umständen wollen wir verhindern, dass die teuflische Nierenkrankheit JRD in unserer Zucht auftritt. Also können wir nur einen Rüden wählen der nachweisbar einen JRD freien Befund hat. Ich habe in ganz Europa erst 8 Rüden gefunden. Natürlich sind viele Rüden noch nicht untersucht ( DNA-Test bei Dogenes in Kanada). Man geht davon aus, dass über 60 % aller Boxer in Europa die Cox 2 Mutation haben und somit an JRD erkranken können oder es weitervererben. Ich würde sagen, dass diese Krankheit einige Züchter ruiniert oder zumindest sehr hart getroffen hat. Wenn man sich vorstellt, man weiß nichts und hat bereits die scheinbar gesunden Welpen ( kein Tierarzt wird zunächst etwas feststellen) verkauft und nach einigen Monaten sterben alle Welpen.
Auf so ein unkalkulierbares Risiko lassen wir uns nicht ein!
JRD ist aber nur ein Problem bei der Zucht! Schönheit, dass habe ich schon erwähnt, hat für uns den geringsten Zuchtwert. Manche züchten vielleicht, weil sie glauben, dass man damit Geld verdienen kann, wir nicht.Wir lieben Boxer und so gehen wir auch mit ihnen um. Wir halten unsere Hände über sie. Natürlich leben unsere Boxer mit uns als Familiehunde im Haus. Zusätzlich haben wir in unserem Garten Ausläufe für sie gebaut. Dort sind sie aber nur zeitweise. Täglich unternehmen wir etwas mit ihnen. Ausbildung, Spiel, sportliche Aktivitäten auch Ausdauersport, sind unsere Tagesordnung. Wir haben sehr viel Spaß mit unseren Boxern und sie sollen natürlich auch Spaß mit uns haben und sich einfach wohl fühlen.
Eines noch in diesem Zusammenhang. Niemand brauch bei uns mißtrauisch und zurückhaltend sein. Wir sind offen und transparent. Geheimnisse, Tricks oder sonstige unseriöse Eigenschaften, gibt es bei uns nicht. Dafür stehen wir mit unserem Namen!
Wir haben von unseren Boxern Amadeus und Arabella am 04.06.2011 Speichelproben für einen DNA-Test auf JRD -Test nehmen lassen und nach Dogenes in Kanada geschickt. Wir warten auf den Befund. Sollte er negativ ausfallen werden wir natürlich mit Arabella nicht züchten. Amadeus werden wir nicht mehr als Deckrüden anbieten. Wir als Deckrüdenbesitzer tragen eine Mitverantwortung und werden es deshalb auch nicht zulassen, dass diese Krankheit möglicherweise vererbt wird. Wir hoffen natürlich auf ein positives Ergebnis!
Wir unterstützen den " Dortmunder Appell"- Für eine Wende in der Rassehundezucht, denn es muss sich etwas ändern. Auch die europäische Kommission hat sich mit dem Thema " Qualzucht" beschäftigt. Die Rassehundeverbände wurden aufgefordert in einer Übergangszeit die tierschutzrechtlichen Bedenken abzustellen. Hier geht es unter anderem um Kurzköpfigkeit, zu kurze Nasen, Atmung u.s.w. Aber auch Inzucht ist Qualzucht, weil Inzucht die Hunde schwächt. Weil sie zu Krankheiten führt u.s.w. Die " Heiligen Schriften", die Rassestandards müssen bei vielen Rassen diesbezüglich geändert werden.
Auch unsere Boxer könnte dies betreffen. Ich bin der Meinung, dass der Nasenrücken zu kurz ist ( Atmung). Der Fang zu kurz ist ( Kühlung). Der Vorbiss nicht von Vorteil ist, um nur einiges hier anzuführen.
Natürlich ist bisher nicht erkennbar, dass die Rassehundezuchtverbände, insbesondere der VDH, etwas in diesem Zusammenhang unternimmt.
Warten wir ab, wo all diese Dinge hinführen.
Zum Thema Rassehundeausstellungen möchten wir noch anmerken, dass dies reine Schönheitsveranstaltungen sind und Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Auch Abweichungen vom Rassestandard, wie zu kurze Nasenrücken, nach hinten abfallender Rücken u.s.w., werden nicht selten als schön empfunden. Es gewinnen Boxer die vielleicht schön anzusehen sind aber nicht die Boxer die für die Zucht am besten geeignet sind! Hier sollte sich etwas ändern. Da Ausstellungen auch Zuchtschauen sind, sollte es auch um die Zucht gehen. Gesundheitliche Aspekte und andere Zuchteignungsaspekte, sollten dort entsprechend berücksichtigt werden. Das wird bisher nicht getan. Gleiches gilt natürlich für die Körung von Hunden.
Falls sie einen Boxerwelpen suchen, konnten wir Ihnen vielleicht helfen und mitteilen auf was Sie achten sollten. Wichtig ist auch, dass Sie den Züchter prüfen. Sein Charakter und seine Bereitschaft verantwortlich zu züchten, seine Ehrlichkeit und Seriösität sollte die Kaufentscheidung ebenfalls beeinflussen. Es ist dabei vollkommen unwichtig in welchen Verein der Züchter Mitglied ist. Die Vereinsmitgliedschaft sagt nichts aus über die Zucht!
Und vergessen Sie nicht jeden so zu behandeln, wie Sie selbst behandelt werden möchten - mit Respekt- !
Ich hoffe diese Vorstellung - wir über uns" , war für Sie interessant.
In diesem Sinne Petra- und Klaus Kaiser
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